Am Dienstagabend fand in unserer Schule das jährliche Laternenfest statt, bei dem Lieder über Sankt Martin, besondere Gäste, ehemalige Schüler und Glühwein und Punsch nicht fehlen durften. Die Vorweihnachtszeit hat am Goethe-Kolleg begonnen
Jeder Stand wurde von Kindern und Erwachsenen gestürmt, die so viele Speisen wie möglich essen wollten – und das, ohne dafür bezahlen zu müssen. Das beliebteste Produkt waren wie jedes Jahr die Sesambrezeln, die an immer mehr Ständen angeboten werden. Auch „Berliner Donuts“ wurden in großen Mengen ausgegeben. Neben dem Essen wurde die Beliebtheit der Stände auch durch ihr Aussehen beeinflusst. Der von mehreren Personen gewählte attraktivste Stand war der der Klasse 3C, der mit Lichtern in verschiedenen Formen und Farben auf sich aufmerksam machte. Als ich die drei Mütter, die vor Beginn des Festivals mit dem Aufbau des Standes beschäftigt waren, fragte, was sie motiviert habe, so viel Mühe in diesen Stand zu stecken, antworteten sie mir einfach mit einem Lächeln auf den Lippen: „Die Freude der Kinder.“
Die Zufriedenheit der Kinder war auch das Hauptziel des Schuldirektors, der den Besuch eines Gendarmen auf einem Pferd arrangierte, um Sankt Martin zu ehren und gleichzeitig die Kleinen zu begeistern. Der Schimmel sorgte im Vorhof für eine Sensation und zog viele Kinder an, die sehnsüchtig auf das Erscheinen des Pferdes gewartet hatten und dabei den Jahrmarkt im Innenhof völlig vergaßen.
Gegen Ende des Abends hielt Direktor Nicolae Stoica eine Rede über die Bedeutung dieses Festes – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene – und bat anschließend den Schauspieler Axel Moustache, einen ehemaligen Goethe-Absolventen, ebenfalls eine kurze Rede über seine Schulerfahrungen zu halten. Nach den Ansprachen gingen alle Teilnehmer zu den Ständen, wo schließlich mit dem Abbau begonnen wurde, als alles aufgegessen war.
Zusammenfassend war das Laternenfest an unserer Schule ein großer Erfolg. Zahlreiche Besucher genossen wie jedes Jahr die festliche Atmosphäre, die bunten Lichter und die vielfältigen Stände.
Abgesehen davon gab es jedoch wie jedes Jahr auch einige Unterschiede. Ein Aspekt, auf den ich mit zunehmendem Alter immer mehr aufmerksam geworden bin, ist die Anzahl der Paare, die jedes Jahr zu uns in die Schule kommen, um die Atmosphäre des Festivals zu genießen (und vielleicht auch, um kostenlos zu essen!). Das gilt zumindest für zwei junge Leute, die mir erzählt haben, dass sie zu diesem Festival kommen, weil es ein schöner Ort ist, an dem sie sich verabreden können.
Wir freuen uns schon auf das Laternenfest im nächsten Jahr!

