Ein wichtiges europäisches Gedenken – Bericht zum Volkstrauertag

Von Irina Avram-Popa

Am 14. November 2025 nahmen wir, sieben Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 12B und 12C, begleitet von Herrn Wulff und Herrn Rupert, an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag teil. Eingeladen hatten die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland sowie die Botschafter Frankreichs und Bulgariens, die zu einer gemeinsamen Zeremonie auf den Soldatenfriedhöfen Pro Patria und Bellu in Bukarest geladen hatten. 

Obwohl das Wetter eher trist war, kalt und dunkel, passte es fast auf unerwartete Weise zur Stimmung des Tages. Es erinnerte daran, dass Krieg und Verlust selten hell oder leicht sind. Als die Zeremonie an den deutschen und bulgarischen Ehrenmälern begann, standen wir in einer ruhigen, ernsten Atmosphäre. Für uns war es ein bedeutender Moment, selbst einen Kranz niederlegen zu dürfen. Diese Geste hat uns bewusst gemacht, dass wir selbst Verantwortung übernehmen und ein Zeichen für die Erinnerung setzen können.

Der Weg zum französischen Ehrenmal auf dem Militärfriedhof Bellu führte uns weiter durch die Geschichte. Dort gab es eine Gedenkminute, die besonders bewegend war. In dieser stillen Minute schien alles um uns herum für einen Moment stehenzubleiben. Man denkt darüber nach, wie viele Menschen ihr Leben verloren haben und wie zerbrechlich Frieden eigentlich ist. Danach folgte ein Trompetensolo,  ein bekanntes, militärisches Stück, das eine bewegende Stimmung schuf.

Nach dieser Zeremonie wurden wir in die deutsche Residenz eingeladen. Die Atmosphäre dort war freundlich, wobei wir die Möglichkeit hatten, mit verschiedenen Gästen zu sprechen, darunter auch mit der deutschen Botschafterin. Die Gespräche drehten sich um viele Themen, sei es  historische Ereignisse, aktuelle soziale Probleme oder inspirierende Ideen. Es war beeindruckend zu sehen, wie Menschen aus Diplomatie und anderen Bereichen sich dafür einsetzen, dass Erinnerung lebendig bleibt.

Insgesamt war dieser Tag für uns eine besondere Erfahrung. Wir haben nicht nur an einer offiziellen Gedenkfeier teilgenommen, sondern auch gespürt, wie wichtig es ist, sich Zeit für Erinnerung zu nehmen. Es war ein Tag, der uns gezeigt hat, dass Frieden nicht selbstverständlich ist und dass es an uns liegt, die Vergangenheit nicht zu vergessen, besonders angesichts der heutigen politischen Unruhe, die in verschiedenen Teilen der Welt zu sehen ist.

24.11.25

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