Tarot - ein uraltes Instrument ist wieder aufgetaucht

Autoren: Sophia Năstasie

Wahrsagen, Horoskope und Esoterik spielen eine große Rolle für Menschen, die an Prophezeiungen und Vorhersagen glauben, da sie für sie ihnen einen Blick in die Zukunft oder sogar einen Rat für ihren Lebensweg ermöglichen. Dabei werden die Tarotkarten als Spiegel für das Innere benutzt, da die verschiedenen Zeichen für jemandem die mögliche Zukunft oder das eigene Leben charakterisieren und sogar Hoffnung in schwierigen Zeiten geben können.

Die Geschichte der Tarotkarten beginnt dabei im 13. Jahrhundert, wo sie unter dem ersten Namen „Tarocchi“ als Spielkarten für die Adligen dienten. Die ersten erwähnten Tarotkartensammlungen wurden 1440 in Ferrara, Norditalien, hergestellt, wo ein Deck aus den normalen Spielkartenfarben plus symbolischen Trumpfkarten, die sogenannten „Großen Arkana“, bestand. Die eigentliche Esoterik und spirituelle Bedeutung hinter diesen Karten wurde erst 300 Jahre später durch Okkultisten in Frankreich hinzugefügt, wie etwa den Mystiker Papus, der behauptete, dass die Karten aus dem alten Ägypten stammen, dass sie die Zukunft vorhersagen können und dass sie verborgenes Wissen enthalten.
Im 19. Jahrhundert wurde Tarot auch in Deutschland begehrt, damals werden Astrologie, Okkultismus und spirituelle Lehren besonders attraktiv. In Städten wie Berlin wurden okkulte Gesellschaften bekannt, und Tarot wurde oft nicht nur als Wahrsageinstrument benutzt, sondern auch als eine Repräsentierung des Inneren und der eigenen Psychologie. Deutschland bekam sein eigenes Tarot-Deck durch den Mystiker Frank Glahn, der 1920 “Das deutsche Tarotbuch“ zusammen mit originellen Karten publiziert hat.
Heutzutage wird die Standardversion der Tarotsammlung aus 76 Karten gebildet, 22 die zu der bereits erwähnten Gruppe der großen Arkana gehören und 56 kleine Arkana. Der Unterschied zwischen den zwei Kategorien ist die spirituelle Tiefe, während die großen Arkana wichtige Lebensthemen betreffen, helfen die kleinen Arkana (wenn man sie überhaupt benutzt) dabei, die Geschichte der gewählten großen Arkanas zu detaillieren. Deshalb ist Tarot auch beliebt, nicht aufgrund historischer und kultureller Relevanz, sondern auch schlicht für den geheimnisvollen Hintersinn.

Aktuell steigt die Popularität der Tarotkarten bei dem jüngerem Publikum, seit 2021 verbreiten
sich die Karten wieder stärker. Momentan ändert sich die Tarotwelt in Deutschland
wegen des Einflusses der sozialen Medien stark. Kurse für Tarot können auf Plattformen
wie Tiktok oder Zoo stattfinden, auch KI-gestützte Programme oder Seminare, wo
die Kartenleger die Symbole, Zahlen und Kombinationen lehren, sind leicht zu
finden. Dabei werden Bedeutungen besonders intensiv unterrichtet. Beispielsweise
hat die Karte „Welt“, zusammen gewählt mit dem “Stab”, die Bedeutung einer
Studien- oder Arbeitsreise. Weiterhin gilt der “Wagen” als einen Aufruf zur
Selbstständigkeit.  Besonders gut finden die Nutzer das Kartenlegen offenbar, wenn man sich in Unsicherheit befindet und man nach Orientierung sucht. Dabei hilft Tarot einigen, über persönliche Ziele, Beziehungen usw. nachzudenken. 
meinen dagegen, Tarot sei eine kreative Methode zur Selbsterkenntnis und stelle keine Gefahr dar. Sie glauben häufig daran, dass man mit einer positiven Denkweise mehr Positives anzieht. Die Hauptkunden des Tarotsystems verbinden die Karten nicht mit Magie oder Übernatürlichen, sondern oft mit Meditation, persönlicher Entwicklung und einer bestätigenden Mentalität.

 

Zusammenfassend verbindet Tarot Symbolik und Spiritualität auf eine einzigartige Weise. Ob man an Vorhersagen glaubt oder nicht, auch in unserer Gesellschaft bleibt Tarot weiterhin ein faszinierendes Werkzeug bei der Suche nach Orientierung und Bedeutung.

15.5.26

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