Sommeruni an der TU Dresden – ein Bericht
von Iannis Vasii
Hast du dir überlegt, ob du in Deutschland studieren willst? Persönlich ist das eines meiner wichtigsten Ziele. Dieses Programm versucht, dir das Erlebnis eines Studenten in Deutschland zu zeigen. Für mich hat es das ziemlich gut geschafft. Ich war dort mit einem meiner besten Freunde für fünf Tage und es war eine meiner Lieblingsreisen dieses Jahres.
Zuerst will ich über Dresden, die Stadt, erzählen. Es ist eine der schönsten Städte, die ich besucht habe, mit einer architektonisch sehr interessanten Altstadt, die auch voller Geschichte ist, aber auch mit einer lebhaften Neustadt. Es ist ein großer Unterschied zwischen den beiden, den ich sehr interessant finde, aber auch eine sehr gute Sache für eine Stadt ist, weil sie etwas für jeden Menschen anbietet. Ob du imposante Gebäude voller Geschichte möchtest oder in einem Café sitzen und Streetart anschauen, du kannst du beide Perspektiven in Dresden finden.
Jetzt über die Sommeruni selber. Sie hatten viele Vorlesungen, aus denen du wählen konntest, alle mit einem Schwerpunkt M.I.N.T. verbunden, aber ich habe drei, die ich besser als die übrigen fand. Erst will ich über zwei Vorlesungen, die beide mit Teilchenphysik zu tun hatten, erzählen. Die erste war von einem Ph.D.-Studenten, der Teilchenphysik studierte. Natürlich gab es auch ziemlich viel Theorie dort, aber was ich wirklich cool fand, war das Nebelkammerexperiment. Was ist eine Nebelkammer? Es ist ein Plastikkasten, der oberhalb von Trockeneis stand, und drinnen einen Filz hatte, der durchnässt mit Isopropylalkohol war. Durch dieses Experiment konnten wir die ionisierende Strahlung sehen. Die zweite Vorlesung, die mit Teilchenphysik verbunden ist, wurde von zwei CERN-Mitarbeitern geführt, und das Interessanteste war eigentlich eine der Websites, die sie uns gezeigt hatten, wo wir den CERN LHC nicht nur sehen konnten, sondern auch dieselben Experimente machen, die sie dort durchführen.
Die zweite Vorlesung, die ich interessant fand, war über Akustik, wegen der zwei Kammern, die uns präsentiert wurden. Eine der leisesten und eine der lautesten Kammern der Welt. Ich kann nicht so viel über die lauteste Kammer sprechen, weil ich es sehr anstrengend fand, aber die leise Kammer war unheimlich in einem guten Sinne. Es war sehr seltsam, kein Echo zu hören oder die Stimmen der anderen Leute fast oder gar nicht hören zu können, aber der beste Teil war das Lautsprechersystem. Es konnte viele interessante Sachen machen, wie zum Beispiel ein Orchesterkonzert nachbilden mit dem gleichen Echo wie im Konzertsaal.
Magnetische Felder waren auch sehr spannend für mich, weil wir eigentlich an einer Vorlesung für Studenten teilnahmen, auch wenn es die letzte vor der Prüfung war und sie nur Übungsaufgaben gemacht haben. Was ich noch beeindruckend fand, war, dass die Übungen auch mit praktischen Experimenten nachgewiesen waren und du es einfacher verstehen konntest.
Auch die Wohnheime haben meine Erwartungen übertroffen. Du konntest wählen, ob du allein, mit einem oder zwei Personen wohnen konntest. Sie hatten einen Waschsalon, ein kleines Gym, einen Raum für Fahrräder, und die Zimmer waren der beste Teil, weil sie viel größer waren, als ich mir vorstellen konnte, und sie waren auch ziemlich billig für das, was sie anbieten.
Der letzte sehr tolle Teil war der Campus, weil er sehr groß war. Eigentlich ist er ein ziemlich großer Teil der Stadt, der nur aus TU-Dresden-Gebäuden bestand. Es gab verschiedene Gebäude für Physik, die Mensa, Wohnheime, die Bibliothek und andere Fachbereiche, und du konntest nicht bei allen erkennen, dass sie zur TU Dresden gehören, bis du sehr nahe an ihnen warst.
Alles in allem ist das ein sehr gutes Erlebnis für M.I.N.T.-interessierte Leute, die an der TU Dresden oder in Deutschland studieren wollen, die auch Spaß macht und sich zu einhundert Prozent lohnt.

