Der Alumnitag an der DSA – ein Bericht
von Irina Avram-Popa
Am Mittwoch, den 17.12.2025, tauschten die 11. und 12. Klassen der Spezialabteilung den normalen Unterricht gegen etwas deutlich Spannenderes ein: den Alumni-Tag 2025. Von 08:00 bis 14:00 Uhr drehte sich alles um Studium, Zukunft und das echte Leben nach dem Abitur.
Los ging es mit der Begrüßung durch Frau Theresa von Saldern von der Deutschen Botschaft Bukarest. In einem kurzen, aber sehr interessanten Gespräch stellte sie ihre Arbeit als Leiterin des Referats für Kultur, Bildung und deutsche Minderheit sowie als politische Referentin vor. Sie erklärte, dass an der Botschaft viele Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen arbeiten, was zahlreiche Perspektiven eröffnet. Gleichzeitig sprach sie offen über aktuelle Herausforderungen wie gekürzte Haushaltsbudgets, eine zunehmend polarisierte Gesellschaft und die Tatsache, dass Kultur leider oft an Bedeutung verliere, obwohl sie eigentlich ein wichtiges Mittel für Dialog und Verständigung sei. Man merkte schnell: Politik und Kultur sind alles andere als langweilig.
Anschließend übernahm Anne Borda das Wort. Sie berichtete von ihrem eigenen Weg nach dem Abitur in ein anspruchsvolles Jura-Studium im Bukarest. Dabei erzählte sie von der Zulassungsprüfung, die aus vier Fächer besteht und vier Stunden dauert. Dabei soll man zielstrebig allein arbeiten. Trotzdem erklärte sie, dass man auch genügend Freizeit habe außerhalb des Studiums.
Danach ging es nach Berlin: Anisia Stefanescu und Ilinca Lavric, beide Abiturientinnen des Jahrgangs 2025, berichteten über ihr Studium an der Humboldt-Universität. Anisia studiert Jura, Ilinca BWL. Neben Infos zu Klausuren, Vorlesungen und Projekten waren sie vor allem vom Leben in Berlin begeistert: international, offen, vielfältig und definitiv nie langweilig. Besonders hilfreich waren ihre Tipps: unbedingt an der Ersti-Woche teilnehmen, AGs und Übungen besuchen, früh eine Wohnung suchen und vor allem Spaß haben und Leute kennenlernen.
Im Anschluss sprach Roua Hinkov, Absolventin des Jahrgangs 2024, über ihr Studium der Europäischen Ethnologie mit Nebenfach Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität. Sie erzählte ehrlich von Schwierigkeiten wie der Wohnungssuche, sprachlichen Herausforderungen (vor allem emotional und in der Aussprache) und der DSA-Vorbereitung. Gleichzeitig zeigte sie aber auch, dass man daran wächst und dass nicht alles perfekt laufen muss, um am Ende gut anzukommen.
Danach sprach Maria Oprea, Absolventin des Jahrgangs 2021. Mit einem DAAD-Stipendium studierte sie Cognitive Science in Osnabrück und macht seit 2024 ihren Master in KI und Data Science in Düsseldorf. Sie betonte, wie wichtig es sei, Uni-Angebote zu nutzen, Prioritäten zu setzen und Studium und Freizeit im Gleichgewicht zu halten – denn Erfahrungen seien genauso wichtig wie die Regelstudienzeit.
In der Mitte des Tages sprach außerdem ein ehemaliger Schüler, der derzeit Informatik an der TU Wien studiert und sich im fünften Semester befindet. Er beschrieb das Studium als anspruchsvoll, aber extrem spannend, mit viel Praxis und internationalem Umfeld. Seine wichtigste Botschaft: Durchhalten lohnt sich, vor allem, wenn man echtes Interesse am Fach hat.
Anschließend stellte Elisia Balotescu, Absolventin des Jahrgangs 2023, ihr Jurastudium an der LMU München vor. Sie sprach offen über den etwas holprigen Start ins Studentenleben: 900 Studierende im ersten Semester, viele unbekannte Gesichter und viel Eigenverantwortung. Gleichzeitig hob sie aber auch die positiven Seiten hervor: von der freien Tagesgestaltung über Kanzlei-Veranstaltungen bis hin zu überraschend überschaubaren Studienkosten.

