Gut vorbereitet ins Abitur! Hier sind Tipps von euren 12ern

Autoren: Iulia Petuhov, Maria Mandachescu, Cosmina Beliciu

Das Abitur ist für viele von uns eine der wichtigsten Prüfungen unserer Schulzeit. Als Schülerinnen der 12. Klasse hätten wir uns gewünscht, dass wir früher mehr Informationen über das Abitur gehabt hätten. Aber ihr müsst euch keine Sorgen machen. Mit der richtigen Vorbereitung kann man entspannt in die Prüfungen gehen. Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen – woher können wir Tipps bekommen, um unsere Situation zu erleichtern? Ganz einfach – von uns, denjenigen, die das Abi schon geschrieben haben!

Iulia (12C): Besonders das Deutsch-Abitur wirkt oft anspruchsvoll, weil man nicht nur auswendig lernen muss, sondern auch Texte analysieren, Argumente entwickeln und literarische Werke verstehen sollte. Gute Planung, gemeinsames Lernen und ein sicherer

Umgang mit den Pflichtlektüren helfen dabei, bessere Ergebnisse zu erzielen und Stress zu reduzieren. Wer erst kurz vor den Prüfungen anfängt zu lernen, gerät schnell unter Druck. Deshalb ist es sinnvoll, bereits einige Monate oder sogar Jahre vorher mit der Vorbereitung zu beginnen. So bleibt genug Zeit, um wichtige Themen zu wiederholen, Zusammenfassungen zu schreiben, Unsicherheiten zu klären und sich an den Stil zu gewöhnen. Kleine Lerneinheiten über einen längeren Zeitraum sind oft effektiver als stundenlanges Lernen kurz vor dem Abi. Ein sehr hilfreicher Tipp ist es, die gelesenen Werke mit Freunden oder Klassenkameraden nachzuerzählen. Wenn man die Handlung selbst erklären kann, merkt man schnell, ob man alles verstanden hat. Außerdem können andere Schülerinnen und Schüler neue Interpretationen oder wichtige Details einbringen, an die man selbst nicht gedacht hat. Durch

Quality Time und Spaß kann man deutlich besser lernen. Zusammenarbeit ist beim Deutsch-Abitur besonders wichtig. In Lerngruppen kann man gemeinsam Ideen sammeln, Figuren analysieren oder mögliche Prüfungsfragen diskutieren. Beim Brainstorming entstehen oft bessere Argumente und kreativere Gedanken als beim Lernen allein. Gleichzeitig motiviert gemeinsames Lernen und hilft dabei, konzentriert zu bleiben. Ein weiterer wichtiger Tipp ist das Arbeiten mit alten Abi-Aufgaben. Dadurch bekommt man ein Gefühl für die Struktur der Prüfungen und lernt, die Zeit besser einzuteilen. Außerdem erkennt man, welche Themen besonders häufig vorkommen und wie Antworten aufgebaut sein sollten, und man ist exponentiell besser vorbereitet (kleiner Mathe-Scherz), was uns direkt zum nächsten Punkt bringt!

Masha (12C): Die Prüfung in Mathematik ist für viele ebenfalls nicht leicht. Hat man vor Aufregung eine Formel vergessen oder kommt mit einer Rechnung nicht weiter, kann man eine Aufgabe oft nicht mehr lösen. Aber auch das lässt sich üben und kann mit der Zeit sogar bei den größten Mathe-Feinden berichtigt werden, wenn man fleißig daran arbeitet. Wie auch bei allen anderen Prüfungen ist zuerst einmal eine gründliche Vorbereitung wichtig. Ihr solltet zunächst erkennen, wo eure Schwächen und Stärken liegen und was genau ihr aus den Themenbereichen versteht oder noch nicht versteht. Dadurch könnt ihr euch besser einschätzen und gezielt an den Themen arbeiten, bei denen ihr Schwierigkeiten habt. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, sich die wichtigsten Formeln, Aufgabentypen, GTR-Funktionen und Lösungen bestimmter Aufgaben zu notieren, damit man immer darauf zurückgreifen kann. Ebenso lohnt es sich, auf YouTube Videos anzuschauen, in denen typische Abituraufgaben oder ganze Beispielklausuren gelöst werden. Wenn man versucht, diese Lösungen zu verstehen und sich einzuprägen, bekommt man oft ein besseres Gefühl für die

Aufgabenstellungen. Zum Üben müsst ihr nicht unbedingt zusätzliche Übungshefte kaufen, da beispielsweise das Schulbuch ebenfalls gut dafür geeignet ist. Auch im Internet findet man viele hilfreiche Aufgaben und Übungen, mit denen man sich sehr gut vorbereiten kann. Beispiele für passende Websites sind abiturma, Serlo oder SchulLV. Hilfreich kann es außerdem sein, eigene Semesterarbeiten und Tests aus der 11. und 12. Klasse noch einmal zu korrigieren. Dadurch erkennt man typische Fehler, an denen man weiterhin arbeiten sollte. Ein letzter wichtiger Tipp ist die Umrechnung von Einheiten, zum Beispiel von km/h in m/s, da diese häufig in Klausuren abgefragt wird. Und vergesst niemals die Randwerte! 🙂

Cosmina (12C): Kommen wir nun zum Geschichtsabitur, bei dem eine gute Struktur und Vorbereitung ebenfalls sehr wichtig sind. Zunächst muss erwähnt werden, dass man leider alle vier Themenbereiche gut lernen sollte; verlasst euch nie darauf, dass ein bestimmtes Thema sicher im Abitur vorkommen wird. Das Abitur dieses Jahres hat gezeigt, dass eine einzige Klausur zwei Themenbereiche enthalten kann, was viele Schüler in der Prüfung überrascht und in eine schwierige Situation gebracht hat. Besonders wichtig ist der historische Kontext für die zweite und dritte Aufgabe, weshalb man diesen sehr gut beherrschen sollte. Mir hat es geholfen, alle Themenbereiche und Materialien strukturiert zu ordnen – entweder in einem PDF-Dokument oder sauber handschriftlich. Alle Unterlagen von Anfang an noch einmal neu zu strukturieren, kann jedoch sehr zeitaufwendig sein, besonders in der 12. Klasse, wenn die Zeit bis zum Abitur sehr schnell vergeht. Deswegen empfehle ich, dass ihr damit schon in der 11. Klasse beginnt. Persönlich habe ich für meine Notizen das Buch „Pocket Teacher Abi Geschichte“ verwendet. Das Abitur dauert etwas länger als drei Stunden und enthält drei Aufgaben: eine Quellen- oder Karikaturanalyse, die Einordnung in den historischen Kontext und eine Beurteilung. Die Aufgaben können natürlich leicht variieren. Ich empfehle, für die erste und letzte Aufgabe eine feste Struktur auswendig zu lernen. Dadurch verschwendet man in der Prüfung keine Zeit und kann leichter die maximale Punktzahl erreichen. Ein weiterer hilfreicher Tipp ist, die Übungsaufgaben (TEZA-Aufgaben) aus Google Classroom zu bearbeiten und sich Feedback von der Lehrkraft zu holen. Nutzt die Musterlösungen von euren Lehrern oder Kollegen, um Inhalt und Struktur besser zu verstehen. Ab der 12. Klasse könnt ihr diese Aufgaben außerdem mit einem Timer bearbeiten, damit ihr euch an die Zeitbegrenzung gewöhnt und später keine Probleme bekommt. Viel Erfolg bei eurer Vorbereitung!

11.5.26

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